Indien

Willkommen bei Mumbai

Stadtportrait  

Das vom Arabischen Meer umspülte Mumbai gilt auch als „Maximum City”. Die größte Stadt des indischen Subkontinents bündelt all ihre Hoffnungen und Träume und macht sich bereit für eine Zukunft auf der Überholspur. Hinter der hochmodernen Glas-, Beton- und Stahlarchitektur des Bandra Kurla Complex oder Nariman Points schlägt das wirtschaftliche Herz Indiens. Bollywood-Studios erinnern derweil daran, dass Mumbai auch das Land der Möglichkeiten ist. Überall wachsen riesige neue Wolkenkratzer und Luxus-Einkaufszentren in den Himmel – allen voran an der High Street Phoenix. So entsteht eine endlose Megalopolis, die dem Marine Drive als Kulisse dient. Der Boulevard mit dem Spitznamen „Queen’s Necklace“ dehnt seine lange asphaltierte Promenade entlang der Küste aus.

Doch Mumbai beschränkt sich nicht auf die faszinierende Modernität. Am äußersten Ende der „City of Gold“ bevölkert ein gemischtes Publikum jeden Quadratmeter von Colaba, wie überall in Mumbai, wo 20 Millionen Menschen zusammenleben. Nicht weit davon prangt der triumphale „Gateway of India“. Der symbolträchtige Steinbogen ist untrennbar mit dem britischen Empire verbunden und verewigt die Erinnerung an eine immer noch sichtbare Vergangenheit. In den angrenzenden Straßen ächzen elegante Gebäude aus der Kolonialzeit in einer einzigartigen Mischung aus viktorianischer, indischer und Art-déco-Architektur unter der Last der Jahrzehnte. Die hohen Fassaden versprühen den Geist einer altehrwürdigen Atmosphäre – fast meint man, Rudyard Kipling könnte jederzeit aus einem der Häuser treten. Diese Sehnsucht nach einem längst vergangenen Zeitalter wird auch im Bahnhof Chhatrapati Shivaji Terminus sichtbar, und ebenso in der Patina des legendären Taj Mahal Palasthotels oder des Leopold Cafés, das zu den ältesten Cafés hier zählt. 


Ganz in der Nähe bewahrt die National Gallery of Modern Art das kreative Erbe der indischen Megastadt. Dort und im Nehru Centre oder in der Jehangir Art Gallery verkünden die Ausstellungen einhellig, dass mit dem Talent junger Generationen indischer Künstler gerechnet werden muss. Ihre kreative Energie hat ihren Ursprung in einer alten portugiesischen Enklave, die ihren Reiz bewahrt und sich in ein angesagtes Viertel, Bandra West, verwandelt hat. Hier wird der Zeitgeist spürbar. Die großen Open Air Basare, die mit Rikschas verstopft sind - der Chor Bazaar, der „Markt der Diebe“ und der Schmuckmarkt Zaveri Bazaar - gehören zum Pflichtprogramm des indischen Shopping-Erlebnisses. In Bandra West reihen sich zahlreiche Fachgeschäfte aneinander. Eine ebenso hohe Anzahl von Restaurants kocht hochwertiges Street Food, eine kulinarische Tradition, die erlesene Gewürze mit einem Hauch Kosmopolitismus kombiniert. Joel Rebuchon liegt nicht falsch: Er eröffnet 2016 seine erste Niederlassung in Mumbai. 

In Bandra, Colaba und Malabar Hill, den drei Epizentren des Nachtlebens, macht Mumbai die Nacht zum Tag, mit gelegentlichen Auftritten von Bollywood-Stars und dem Mumbai Film Festival. 

Denn noch mehr als beim Holi, dem Festival der Farben, und bei den Feierlichkeiten zur indischen Unabhängigkeit oder zur Proklamation der Republik wird das farbenprächtige Leben auf die Leinwand projiziert, vor der sich Mumbais vielfältige Bevölkerung mit der gleichen Begeisterung versammelt. Was wäre sonst die Gemeinsamkeit zwischen einem Arbeiter im Dhobi Ghat, dem weltweit größten Waschsalon unter freiem Himmel, einem Moslem der Haji Ali Moschee, einem Hindu des ISKCON Hare Krishna Tempels, einer jungen Frau aus dem gewaltigen Dharavi-Slum, der als Schauplatz des Films Slumdog Millionär diente, und den jungen Reichen von Malabar Hill?

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